Tapeten 1×1
Wie viele Rollen benötige ich?
Um den Rollenbedarf eines Zimmers oder einer Wand zu kalkulieren können Sie, bei einer handelsüblichen Tapetenrolle von etwa ( 0,5 m x 10 m Länge ), folgendes zu Grunde legen.
Beispiel 1: Bei einem Raumumfang (die Summe aller zu tapezierenden Wände) von 10 m und einer Deckenhöhe von 2,50 m ergibt sich ein Rollenbedarf von 5 Rollen zuzüglich 1 – 2 Reserverollen = 7 Rollen incl. 2 Reserverollen.
Beispiel 2: Raumumfang 10 m / Deckenhöhe 3,50 = 9 Rollen incl. 2 Reserve. (Wir empfehlen immer 1 bis 2 Reserverollen mit einzukalkulieren) Diese Angaben sind nur als Orientierung zu sehen.
Rapport
Bei versetztem Ansatz kleben Sie die Muster der Folgebahnen versetzt zu der vorhergehenden Bahn. Die erste Zahl gibt den wiederholenden Abstand des Musters auf der Bahn in Zentimetern an. Die zweite Zahl den Abstand, um den die Bahn zur vorgehenden Bahn verschoben werden muss.
Bei geradem Ansatz kleben Sie die Muster parallel zu der vorgehenden Bahn. Die Zahl gibt den Wiederholenden Abstand des Musters auf einer Bahn in Zentimeter an
Verarbeitung
Bei der Wandklebetechnik, wird der Kleister direkt auf die Wand aufgebracht (Vliestapeten) und bei der herkömmlichen Technik werden die Bahnen vorher eingekleistert und nach einer Einweichzeit tapeziert.
Eine perfekte Tapezierarbeit erfordert eine fachgerechte Vorbereitung des Untergrundes.
Bei beiden Techniken verwenden Sie einen Universalkleister mit guten Kleistereigenschaften. Wichtig ist, der perfekte Halt und gute Korrekturmöglichkeit. Universalkleister ist für beide Tapeziertechniken geeignet und kann für alle gängigen Tapetenarten (Papier, Satin, Profil und Vlies) eingesetzt werden.
Bei Unsicherheiten ziehen Sie einen Fachberater/in hinzu.
Tapetenqualitätssymbole als 3-seitiges PDF zum downloaden:
(rechte Maustaste: Ziel speichern unter) >> Symbole
Tapetenarten
Papiertapeten
bestehen oft aus Recyclingpapier, das mehrfarbig bedruckt ist. Die meisten Papiertapeten werden außerdem mit einer Gaufrage-Walze leicht geprägt. Prägetapeten werden unter Druck reliefartig geprägt und gleichzeitig bedruckt. Bei einer (Duplex-) Prägung werden zwei Papierbahnen aufeinander kaschiert. Diese Prägung bleibt bei sachgerechter Tapezierung an der Wand voll erhalten.
Vliestapeten
besteht aus einem speziellen Zellstoff- und Polyesterfasern, die mit polymeren Bindemitteln gefestigt wird. Sie ist PVC- und formaldehydfrei zu dem lösemittelfrei und ohne Schwermetallverbindungen.
Vliestapeten sind leicht zu tapezieren, Risse können überbrückt werden und bei der Renovierung restlos trocken abziehbar.
Velours Tapete
Die typische samtartige Oberfläche der Velourstapete entsteht durch das elektrostatische Verfahren. Auf schwerem Papier wird ein Muster mit einer klebenden Substanz aufgebracht und Textilfasern werden nun aufgeflockt. Die entstehende Musterung ist meist klassisch oder heraldisch.
Strukturtapeten
sind Wandbekleidungen, deren Oberfläche im Siebdruckverfahren mit expandiertem Kunststoff 3dimensional gestaltet wird. Sehr feine Verformungen erreicht man durch Heißprägen.
Textiltapeten
sind auf Papierträger kaschierte Textilgewebe oder textile Kettfäden.
Metall-Effekt-Wandbekleidung
Metalltapeten sind fast immer aus dünner Aluminiumfolie, die auf ein schweres Trägerpapier oder Vlies kaschiert ist. Kupfer-, Gold- oder andere Metalleffekte schafft ein lasierender, farbiger Überzug. Eine weitere Spielart ist das Ätzen oder Oxidieren der metallischen Folie. Nur noch wenige kleine Manufakturen beherrschen diese aufwändige Handwerkstechnik. Mit ihrem relativ hohen Preis bleiben solche Tapeten ein Nischenprodukt für eine anspruchsvolle Klientel. Metalleffekte können aber auch mit Hilfe von Interferenz-Pigmenten erzeugt werden. Ihre Anwendung erweitert die drucktechnischen Möglichkeiten immens und gilt als erschwingliche Alternative.
Naturwerkstoff-Wandbekleidung
Gewachsene, aufbereitete und nachbehandelte Naturmaterialien wie Gras, Blätter oder Kork bilden die lebhafte Oberfläche der Naturwerkstofftapete.
In den 80er Jahren war diese Tapetenart überaus beliebt. Heute führen die aus Ostasien stammenden Grastapeten und die aus geschälter Korkrinde auf Papierträger gefertigten Naturkorktapeten nur noch ein Schattendasein.
Kunststoffwandbekleidung (mit oder ohne Papierträger)
Typischer Vertreter sind die Flachvinyltapete und die im Rotations-Siebdruck auf Papierträger gefertigte Strukturprofiltapete. Auch Kunststoff-Granulate und andere plastische Oberflächen zählen hierzu.